Für iPhone und iPad
Ein Metronom, das
eine ganze Show durchhält.
Kein Übe-Metronom mit Zahlenrad. Setronome kennt eure Setliste, wechselt die Songs selbst, zählt ein und sagt die Formteile an. Bedienbar mit dem Fuß, lesbar unter jedem Bühnenlicht.
Die Startseite
Ein Handgriff zum Tempo.
Was man am häufigsten braucht, liegt auf der ersten Seite: das Tempo am Lineal, die Taktart, die Unterteilung und das Ohr, das zuhört. Daneben steht die Setliste des Abends, bereit zum Starten.
Das Lineal statt des Zahlenrads
Das Tempo wird geschoben, nicht gedreht: ein Wisch am Lineal für die grobe Lage, plus und minus für den einzelnen Schlag, und wer lieber mitzählt, tippt es im TAP-Feld ein. Der breite Balken darüber startet und stoppt, gross genug für den Daumen im Halbdunkel. Taktart, Unterteilung und das Ohr sitzen als Knöpfe darunter, und die LED-Reihe ganz oben zeigt den Schlag noch aus drei Metern.
Show-Modus und Setliste
Wenn das Licht angeht.
Ein Bildschirm, der aus drei Metern noch lesbar ist, Bedienung, die auch mit dem Fuß geht, und ein Klick, der sauber ins In-Ear kommt. Gebaut für Bands, die den ganzen Abend zum Click spielen, für Schlagzeuger, die die Setliste vom Hocker aus weiterschalten, und für Musical- und Theaterorchester, in denen jeder Abend gleich laufen soll.
Die Setliste läuft mit, Song für Song
Der laufende Song gross, der nächste darunter. Weiterschalten per Wisch, per Bluetooth-Fußschalter oder von selbst: Wer einem Song seine Taktzahl gibt, bekommt den Wechsel am Ende geschenkt. Der Positionsbalken zeigt dann, im wievielten Takt ihr seid, und zählt die letzten acht vor dem Wechsel herunter.
Tempowechsel ohne Stolpern
Mehrere Teile mit eigenem Tempo und eigener Taktart, nahtlos aneinander. Der Übergang sitzt sample-genau und kommt wahlweise mit Ansage, mit Count-in oder ganz ohne.
Tempo heraushören: das Ohr auf der Startseite
Gerät an die Musik halten, und Setronome nennt das Tempo in BPM. So lässt sich das Tempo eines Songs bestimmen, ohne mitzutippen. Die Zahl steht rot, solange gezählt wird, ungefähr fünf Sekunden, und wird grün, sobald sie sich nicht mehr bewegt. Halbes und doppeltes Tempo liegen gleich daneben, falls die Zählebene eine andere sein soll. Unter etwa 48 Schlägen ist die Zahl nicht verlässlich, auch nicht in Grün, und der Klick schweigt, solange das Mikrofon zuhört.
Guidetrack, Songs und Setlisten
Alles vorbereiten, einmal.
Songs, Setlisten und Guidetracks entstehen in Ruhe zu Hause. Auf der Bühne wird nur noch gespielt.
Der Guidetrack: der Song als Notenblatt
Ein Guidetrack ist das, was anderswo Guide Track oder Cue Track heisst: der Klick eines Songs mit seinen Tempo- und Taktartwechseln, dazu die Ansagen der Formteile.
Takt für Takt sichtbar: Formteile markieren, Taktarten wechseln, einzelne Takte einfügen oder löschen. Wer will, exportiert das Ganze als WAV, als fertigen Clicktrack für die Playback-Spur.
Temporampe: das Tempo steigt über die markierten Takte Schlag für Schlag von einem Wert zum nächsten und steht im Zieltakt genau auf dem Ziel. Für ein Accelerando, das jeden Abend gleich lang dauert.
Tempoband: für alles, was nicht gerade läuft: Am Knubbel ziehen biegt das Tempo, gedrückt halten setzt eine Ecke. So bekommt der Klick das Atmen, das sonst nur eine Band hinkriegt. Rampe und Band schliessen sich pro Stelle gegenseitig aus.
Auf dem iPhone gibt es den Guide-Editor nicht. Er stellt jeden Takt einzeln nebeneinander, dazu das Tempo als durchgehenden Massstab, dafür braucht es Breite. Auf einem Telefon sähe man zwei Takte statt eines Formteils, und genau der Überblick ist der Sinn der Sache. Fertige Guidetracks spielt das iPhone selbstverständlich ab; gebaut werden sie am iPad, quer.
Songs, Ordner, Setlisten
Ein Archiv für alles: Songs mit Tempo, Taktart, Betonungen und Notizen, in Ordnern sortiert, zu Setlisten zusammengestellt. Setlisten lassen sich auch aus einem Foto oder PDF einlesen. Dieselbe Setliste trägt durch die Probe und über die Bühne: in der Probe zum Click üben, am Abend dieselben Tempi.
Einmal einstellen, immer richtig
Tempo, Taktart, Betonungen, Klang, Count-in und Notizen liegen am Song. Beim nächsten Auftritt steht alles schon so, wie ihr es gespielt habt.
Ansagen im Ohr: die Formteile
Formteile werden beim Namen angesagt, während der Klick weiterläuft: Intro, Verse, Chorus, Bridge, Solo und sieben weitere. Das sind die Cues, die andere Bands sich vorher in eine Spur schneiden müssen. Dazu ein Count-in mit gesprochenen Zahlen, in 4/4, 3/4 und 6/8.
Auch krumme Taktarten
3/4 bis 7/4, dazu 6/8, 5/8 und 7/8 in ihrer üblichen Gruppierung. Welcher Schlag betont wird, entscheidet ihr. Die Taktart mitten im Stück wechseln geht taktweise im Guide-Editor, und ein Medley gibt jedem Teil seine eigene.
Klick und Ansagen getrennt, fürs In-Ear
Auf Wunsch liegen Klick und Ansagen auf zwei getrennten Kanälen, am Pult also zwei Mono-Wege. Dann regelt jeder in seinem eigenen In-Ear, wie laut der Klick und wie laut die Ansage ist. Braucht einen echten Stereo-Ausgang.
Bluetooth-Fußschalter
Handelsübliche Bluetooth-Pedale, die sich als Tastatur melden, für Start, Stopp, nächster Song und zurück.
Klick-Timing und Latenz
Warum der Klick sitzt.
Ein Metronom, dem man nicht trauen kann, ist wertlos. Deshalb steckt darunter kein Timer, sondern eine eigene Audio-Engine: Jeder Schlag wird sample-genau in den Tonstrom gelegt, 220 Millisekunden im Voraus.
Zu den Zahlen: Die Streuung ist die Standardabweichung der Schlagabstände bei 120 BPM, gemessen über dreissig Sekunden je Szenario, im Leerlauf und unter Dauerlast. 0,05 Millisekunden sind rund drei Samples und damit die Auflösungsgrenze der Messung selbst; genauer lässt sich mit dieser Methode nicht messen. Die Messreihe lief im Simulator, eine Gegenprobe auf dem Gerät steht aus. Die 0,17 Samples stammen aus der fertig exportierten Datei, nachgemessen am Ende von zehn Minuten.
Ehrlich dazu: Über Bluetooth liegt die Verzögerung je nach Gerät zwischen 100 und 200 Millisekunden, an unserem Kopfhörer waren es 176, über eine Autoanlage ein Vielfaches davon. Das ist eine Eigenschaft der Funkstrecke, keine der App. Für die Bühne also Kabel oder Interface. Was der eigene Weg meldet, steht in den Einstellungen unter Technisch: Ausgabelatenz, Puffergrösse und Abtastrate. Wird die Verzögerung zu gross, um dazu zu spielen, setzt der Show-Modus ein Zeichen.
Setronome spielt keine Backing Tracks. Es erzeugt den Klick selbst, Schlag für Schlag, statt eine fertige Audiodatei abzuspielen. Wer Zuspieler braucht, braucht zusätzlich einen Player. Wer nur Klick und Ansagen braucht, spart sich Laptop und Dateiverwaltung. Den fertigen Klick gibt es als WAV, falls er doch in eine DAW oder einen Player soll.
Setronome läuft eigenständig, mit eigenem Song-Archiv auf dem Gerät, ohne Konto und ohne Netz. An einer Anbindung an die Band-App Setlio wird gearbeitet, sodass sich Setlisten später direkt übernehmen lassen. Das ist noch nicht fertig.
Metronom auf dem iPhone
Gross gedacht, klein dabei.
Setronome ist fürs iPad gebaut. Dort hat der Klick Platz, dort liegt der Guide-Editor, dort sieht man die Form eines Songs auf einen Blick. Auf dem iPhone läuft trotzdem alles, was auf der Bühne zählt: Setlisten, Medleys, Ansagen, Fußschalter, und der Show-Modus quer.
Dem iPad vorbehalten bleibt allein der Guide-Editor, aus dem Grund weiter oben. Fertige Guidetracks spielt das iPhone selbstverständlich ab.
Einfach ausprobieren.
Beim ersten Start liegen Beispiel-Songs und ein Beispiel-Set bereit. Nichts anlegen, nichts einrichten, kein Konto, auch ohne Empfang.
Setronome im App Store