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Metronom-App für Live-Musik: wie sie funktioniert und was Setronome anders macht
Eine Metronom-App gibt der ganzen Band einen gemeinsamen Schlag. Hier steht, wie eine Metronom-App für Live-Musik funktioniert, was sie auf der Bühne leisten muss und was Setronome anders macht als ein Übe-Metronom: Es kennt die ganze Show, nicht nur ein Tempo.
Wie eine Metronom-App funktioniert
Im Kern macht jedes Metronom dasselbe: Es teilt eine Minute in gleichmäßige Schläge. Das Tempo wird in Schlägen pro Minute angegeben, kurz BPM. Die Taktart legt fest, wie viele Schläge einen Takt bilden, und der erste Schlag jedes Takts ist betont, damit man immer weiß, wo die Eins liegt. Eine Unterteilung setzt leisere Klicks zwischen die Schläge, in Achteln, Triolen oder Sechzehnteln.
Tempo, Taktart und Unterteilung in Setronome
Die Startseite hat alles an einem Ort: ein Tempo-Lineal, das man schiebt statt dreht, Plus und Minus für den einzelnen Schlag, ein TAP-Feld zum Eintippen und Knöpfe für Taktart und Unterteilung. Die LED-Reihe oben zeigt den Schlag, und welcher Schlag betont wird, entscheidest du.
Die Taktarten reichen von 3/4 bis 7/4, dazu 6/8, 5/8 und 7/8 in ihrer üblichen Gruppierung. Das Tempo geht von 20 bis 400 BPM.
Warum gutes Timing schwerer ist, als es aussieht
Ein Metronom klingt einfach, aber eine App muss jeden Klick genau setzen, während der Bildschirm neu zeichnet, Nachrichten ankommen und das Gerät anderes zu tun hat. Der einfache Weg löst jeden Klick über einen Zeitgeber aus, und der kann um einige Millisekunden rutschen, wenn das Gerät beschäftigt ist. Setronome legt jeden Schlag stattdessen direkt in den Tonstrom, sample-genau und 220 Millisekunden im Voraus. Das ist der Unterschied zwischen einer Metronom-App zum Üben und einer, der man vor Publikum trauen kann.
Was die Messung zeigt
Gemessen bei 120 BPM über dreißig Sekunden streuen die Abstände der Schläge um 0,05 Millisekunden, im Leerlauf genauso wie unter Dauerlast. Das sind rund drei Samples und damit die Auflösungsgrenze der Messung selbst. Gemessen wurde im Simulator, eine Gegenprobe auf dem Gerät steht noch aus. Ein exportierter Click-Track liegt nach zehn Minuten 0,17 Samples neben dem Raster.
Was eine Metronom-App auf der Bühne braucht
Im Proberaum reicht ein Tempo. Auf der Bühne spielt eine Band zwanzig Songs am Stück, jeden in seinem eigenen Tempo, manche mit Wechseln mittendrin, und zwischen den Songs hat niemand eine Hand fürs Telefon frei. Das ist die eigentliche Aufgabe einer Metronom-App beim Konzert, und genau dafür ist Setronome gebaut.
Eine Setliste, die das Tempo trägt
Jeder Song behält sein Tempo, seine Taktart, Betonungen, Klang, Einzähler und Notizen. Stehen die Songs in einer Setliste, spielt der Show-Modus sie nacheinander ab: der laufende Song groß, der nächste darunter. Wer einem Song seine Taktzahl gibt, bekommt den Wechsel am Ende von selbst, und der Positionsbalken zählt die letzten acht Takte herunter. Setlisten lassen sich auch aus einem Foto oder einem PDF einlesen.
Medleys mit eigenen Tempi
Ein Medley verbindet mehrere Teile, jeder mit eigenem Tempo und eigener Taktart. Der Übergang sitzt sample-genau und kommt mit Ansage, mit Einzähler oder ganz ohne.
Einzähler und Ansagen im Ohr
Vor einem Song zählt Setronome mit gesprochenen Zahlen ein, einen oder zwei Takte lang, in 4/4, 3/4, 6/4 und 6/8. In anderen Taktarten beginnt der Klick direkt auf der Eins. Während der Klick läuft, werden die Formteile beim Namen angesagt: Intro, Strophe, Refrain, Bridge, Solo und sieben weitere.
Klick und Ansagen getrennt fürs In-Ear
Mit der Kanaltrennung liegen Klick und Ansagen auf zwei getrennten Kanälen, am Pult also zwei Mono-Wege. Dann regelt jeder in seinem eigenen In-Ear, wie laut Klick und Ansage sind. Das braucht einen echten Stereo-Ausgang. Bluetooth-Kopfhörer taugen für den Klick nicht: Je nach Gerät liegen 100 bis 200 Millisekunden Verzögerung dazwischen, an unserem Kopfhörer waren es 176. Für die Bühne also Kabel oder Interface.
Freie Hände mit dem Fußschalter
Handelsübliche Bluetooth-Pedale, die sich als Tastatur melden, übernehmen Start, Stopp, nächsten Song und zurück. Die Tastenbelegung ist frei wählbar, und ein Tastentest zeigt, was ankommt. Für ein Pedal spielt die Bluetooth-Verzögerung keine Rolle, es schaltet ja nur um. Und der Klick läuft weiter, auch bei gesperrtem Bildschirm oder wenn du kurz in eine andere App wechselst.
Was Setronome anders macht
Ein Übe-Metronom ist um ein einzelnes Tempo herum gebaut. Setronome ist um die ganze Show herum gebaut, und das ändert einiges.
Von einem Schlagzeuger, auf der Bühne erprobt
Entstanden ist Setronome aus der Arbeit mit der Band GOODBEATS. Was es kann, kommt aus den Abenden mit ihr auf der Bühne, vom ersten Einzähler bis zur Zugabe.
Der Guidetrack: ein ganzer Song auf einem Blatt
Am iPad zeigt der Guide-Editor einen Song Takt für Takt: Formteile markieren, Taktart wechseln, einzelne Takte einfügen oder löschen. Eine Temporampe führt das Tempo Schlag für Schlag über die markierten Takte, ein Tempoband lässt den Klick atmen wie eine Band. Der fertige Guidetrack spielt auch auf dem iPhone und lässt sich als WAV ausgeben, in 48 kHz mit 24 Bit oder 44,1 kHz mit 16 Bit.
Einmal kaufen, kein Konto, kein Netz
Setronome läuft ohne Konto und ohne Internet. Songs und Setlisten bleiben auf dem Gerät, und im Kaufpreis ist alles enthalten: kein Abo, keine Zukäufe, keine Werbung. Nur das freiwillige Song-Verzeichnis wird einmal geladen.
Das Tempo eines Songs finden
Das Ohr auf der Startseite hört das Tempo laufender Musik, das TAP-Feld nimmt ein getipptes Tempo, und das Song-Verzeichnis kennt 5,3 Millionen Songs mit Tempo. Alle drei Wege erklärt die Seite BPM erkennen.
Setronome auf einen Blick
- Gebaut für
- Bands, die den ganzen Abend zum Click spielen, Schlagzeuger, die die Setliste vom Hocker aus weiterschalten, Musical- und Theaterorchester.
- Tempo
- 20 bis 400 BPM, Unterteilung in Achteln, Triolen oder Sechzehnteln, Betonung je Schlag.
- Taktarten
- 3/4 bis 7/4, dazu 6/8, 5/8 und 7/8.
- Einzähler
- Gesprochen, ein oder zwei Takte, in 4/4, 3/4, 6/4 und 6/8.
- Timing
- Eigene Audio-Engine, jeder Schlag sample-genau, 220 Millisekunden im Voraus.
- In-Ear
- Klick und Ansagen auf getrennten Kanälen; Kabel oder Interface statt Bluetooth.
- Geräte
- iPhone und iPad, ab iOS 15. Der Guide-Editor nur auf dem iPad.
- Preis
- Einmal kaufen, alles enthalten.
Gut zu wissen
Läuft der Klick weiter, wenn der Bildschirm aus ist?
Ja. Setronome spielt im Hintergrund weiter, auch bei gesperrtem Bildschirm oder wenn du in eine andere App wechselst. Der Klick hört erst auf, wenn du ihn stoppst.
Spielt Setronome Backing Tracks ab?
Nein. Es erzeugt den Klick selbst, Schlag für Schlag, statt eine fertige Tondatei abzuspielen. Muss der Klick doch in einen Player oder eine DAW, kommt er als WAV heraus.
Funktioniert das auch auf dem iPhone?
Ja: Setlisten, Medleys, Ansagen, Fußschalter und der Show-Modus quer. Nur der Guide-Editor braucht den Platz eines iPads.
Brauche ich ein Konto oder Internet?
Beides nicht. Alles bleibt auf dem Gerät. Nur das Song-Verzeichnis wird einmal geladen, wenn du es willst.
Mehr über Setronome
Die ganze Show auf der Startseite, Schritt für Schritt in den Video-Tutorials, und die häufigsten Fragen in der Hilfe: